

61,9 km
ca. 526 hm
gut 4 Stunden reine Fahrzeit
mit E-Bike ziemlich fein
Los geht’s direkt vor unserer Haustür in Frensdorf. Und weil eine ordentliche Radtour ruhig mit einem kleinen Abenteuer anfangen darf, fahren wir erst einmal Richtung Pettstadt.
Dort wartet die Pettstadter Gierfähre.
Die Fähre hängt an einem Stahlseil und braucht keinen Motor. Die Strömung der Regnitz erledigt die Arbeit. Seit Jahrhunderten funktioniert das so – und heute ist sie die älteste Gierseilfähre Oberfrankens. (Steigerwald Tourismus)
Rad drauf. Zwei Euro. Ein paar Minuten übers Wasser. Weiter.
Wichtig: Die Fähre fährt vom 1. März bis 31. Oktober täglich ab 10 Uhr. Von April bis September bis 19 Uhr, im März und Oktober bis 18 Uhr. Bei Hoch- oder Niedrigwasser oder starkem Wind kann sie ausfallen. Also vorher kurz nachsehen. (Pettstadt)
Einmal Bamberg mitnehmen
Auf der anderen Seite geht es entlang der Regnitz Richtung Bamberg.
Und wenn man schon einmal da ist, nehmen wir die Stadt natürlich mit.
Nicht als großes Sightseeing-Programm. Dafür gibt es andere Tage. Aber einmal durchs Weltkulturerbe rollen, vielleicht kurz anhalten, einen Kaffee trinken – und dann wieder raus.
Denn der eigentlich überraschende Teil dieser Tour beginnt erst hinter Bamberg.
Okay. Eine sehr fränkische Serengeti. Die Route führt hinaus ins Aurachtal. Und dort stehen plötzlich Tiere auf den Wiesen, die man hier nicht unbedingt erwartet: Wasserbüffel, Heckrinder und Konikpferde. Sie leben ganzjährig draußen und halten mit ihrer Beweidung die Auenlandschaft offen.
Wasserbüffel ein paar Kilometer vor Bamberg. Warum eigentlich nicht?
Danach wird die Landschaft hügeliger. Kleine Orte. Felder. Wald. Immer wieder schöne Ausblicke. Und ein paar Höhenmeter, die dafür sorgen, dass man sich die nächste Pause redlich verdient. Die liegt in Ampferbach. Und dort haben wir sogar Auswahl.
Direkt nebeneinander liegen der Max-Keller und der Herrmann-Keller. Beides klassische fränkische Bierkeller. Bier, Brotzeit, draußen sitzen. Und das Praktische: Im Sommer hat eigentlich fast immer einer von beiden geöffnet.
Welcher? Das überlassen wir dem Tag. Vielleicht auch der Tagesform. Und wer jetzt mit dem E-Bike unterwegs ist, darf ausgesprochen entspannt auf den Rest der Tour schauen. Denn das Beste kommt danach.
Von Ampferbach geht es hinunter ins Tal der Rauhen Ebrach. Und irgendwann wird aus „Rad fahren“ fast schon „rollen lassen“.
Die Strecke folgt über weite Teile der Trasse der ehemaligen Steigerwaldbahn zurück Richtung Frensdorf. Wo früher Züge unterwegs waren, fährt man heute wunderbar entspannt durchs Tal.
Keine großen Steigungen mehr. Kein Verkehrsstress. Einfach Kilometer machen. Nach Bierkeller und Steigerwald ziemlich genau das Richtige. Und irgendwann taucht Frensdorf wieder auf.
Noch ein paar Meter. Rad abstellen.
Fertig.
Eigentlich alles, was sich unterwegs ständig verändert. Man startet auf dem Land. Setzt mit einer historischen Fähre über die Regnitz. Rollt durch Bamberg. Fährt ein paar Kilometer später an Wasserbüffeln vorbei. Klettert in den Steigerwald. Sitzt auf einem Bierkeller. Und fährt anschließend auf einer ehemaligen Bahnstrecke gemütlich wieder nach Hause.
62 Kilometer, die sich überhaupt nicht wie 62 Kilometer anfühlen.
Start & Ziel: feinzeit Lofts & Chalets, Frensdorf
Strecke: 61,9 km
Höhenmeter: ca. 526 m
Reine Fahrzeit: gut 4 Stunden
Mit E-Bike: wunderbare Tagestour
Ohne E: sportlich, aber gut machbar mit Kondition
Unterwegs: Pettstadter Fähre · Bamberg · Aurachtal · Wasserbüffel · Steigerwald · Max-Keller oder Herrmann-Keller · ehemalige Steigerwaldbahn
Mitnehmen: Wasser, etwas Bargeld für die Fähre und Zeit für den Keller
Unsere Empfehlung: Nicht auf die Fahrzeit schauen. Einen Tag daraus machen.

















